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MESS w/ Dasha Rush, Hyperaktivist and more

Fr_6.09, 23:00

Details

Datum:
Fr_6.09
Zeit:
23:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Rote Sonne
Maximiliansplatz 5
München, 80799 Deutschland
Website:
www.rote-sonne.com

● Dasha Rush
(Fullpanda records, Sonic Groove)

● Hyperaktivist
(MESS)

● XTIN
(Berlin)

● P-T2
(RFR)

 


Mindful Electronic Sonic Selections. Kurz – Mess. Klingt knackig? Ist es auch. MESS ist eine im Berliner Ohm angesiedelte Partyreihe. Wobei Partyreihe ein recht kurzgegriffener Begriff ist für eins der progessivsten Projekte, die uns dieser Tage aus den Untiefen der elektronischen Musikszene erreichen. Der MESS geht es darum, einen Raum künstlerischer Repräsentation zu schaffen. Repräsentation für Musiker*innen, die nicht unbedingt der weißen, männlichen, heterosexuellen Norm entsprechen, die im Jahre 2019 noch unbestreitbar immer die dominante ist. Repräsentation, die eben nicht dadurch geschieht, dass bloß darüber geredet würde. Oder dass überhaupt groß darüber geredet würde. Nein, die MESS schafft Fakten.

 

Ein Fakt für diese zweite Ausgabe in der Roten Sonne – Dasha Rush! Die in Russland geborene Künstlerin, die ihre Zeit damit verbringt, um den Globus zu jetten, während sie ein formidables Sortiment an elektronischen Musik- und Kunstprojekten aufbaut. Neben Veröffentlichungen auf Labelperlen wie Sonic Groove und Raster Noton sind zuvorderst wohl ihre eigenen Labelbabies „Fullpanda Records“, sowie dem experimentelleren Sublabel „Hunger to Create“ zu nennen. Sowohl in ihrem Schaffen als Produzentin, Labelchefin als auch DJ sieht sie Genres als Ausgangspunkte, nicht als Ziele. So bringt sie verschiedene Stile zu einer einzigartigen Mischung zusammen, um vermeintliche Grenzen zeitgenössischer Musik als das stehenzulassen, was sie sind – menschliche Konstrukte. 

 

Eine Einstellung, von der man Hyperaktivist nichts zu erzählen braucht. Das aus Venezuela stammende Multitalent, dem das journalistische Handwerk ebenso wenig abgehen wie Soundtechnik und eben der DJ-Mixer, ist eine der packendsten Künstlerinnen unserer Zeit. Die mittlerweile in Berlin angesiedelte Musikerin hat ihre Sets zu einer Kunstform erhoben, die von dem roten Faden leben, den sie in sie hineinwebt. Ein Faden, der in einer schier endlosen Schleife zwischen Techno und House oszilliert, der ebenso schnell von 90’s Oldschool in die Jetztzeit schlägt wie wieder zurück, und der dabei den Raum und die Zuhörer mit einer Wucht packt, dass einem schwindlig werden mag.

 

Ein Gefühl, das auch die vierte Künstlerin des Abends ohne größere Mühen auszulösen vermag – P-T2. Weniger Gast als vielmehr Herrin unseres bescheidenen Hauses hat die junge Künstlerin in unserem Business wohl schon mehr gesehen und mehr erreicht als die meisten in einer Lebensspanne. Ihr Verständnis der Musikkultur, in der wir uns bewegen, greift so tief, weil sie jeden Aspekt davon bereits selbst gelebt hat – als Gast, als DJ, als Produzentin, als Labelhead, als Veranstalterin, als Barkeeperin, als Clubchefin. Und aus all den Eindrücken, die sie über die Jahre mitgenommen hat, hat sie jene Persona geformt, die jetzt im DJ-Booth Platz nimmt. Ihr Sound? The very best of. Ein Teil Acid, ein Teil Electro, jeder Teil Techno. Mal verspielt, mal Avantgarde, mal auf die Viertel, mal in die Flächen, aber immer auf den Punkt.