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RS In:Concert | DIE TÜREN | STEFANIE SCHRANK | WOLF MOUNTAINS

Do_17.10, 20:00

Details

Datum:
Do_17.10
Zeit:
20:00–23:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Rote Sonne
Maximiliansplatz 5
München, 80799 Deutschland
Website:
www.rote-sonne.com

Weitere Angaben

Abendkasse:
20€
VVK-Tickets:
16€ zzgl. VVK-Gebühren
Ticket Shop:
https://bit.ly/2wc7xCp
Weitere Info:
Doors 20 Uhr, Start 21 Uhr

● Die Türen   *live

● Stefanie Schrank  *live

● Wolf Mountains  *live

Wolf Mountains, Club2 Konzert, umverlegt vom Unter Deck.

Ich erinnere mich noch daran, als sei es am 17. August 2018 gewesen: da standen im Zuge des Pop-Kultur Festivals in Berlin der Staatsakt-Maurice Summen, die Türen-Mitbegründer Ramin Bijan und Gunther Osburg, der Ja,-Panische Andreas Spechtl und Trommler-Rattenkönig Chris Imler gemeinsam auf der Bühne und spielten merkwürdige, neue Songs. Irgendwann, gegen Ende einer ohnehin in die Kehlen und Beine der Zuschauer mäandernden Darbietung, sang das Publikum dann auch wirklich mit – ‘Ich hab‘ keine Angst, ich hab‘ keine Angst, ich hab‘ keine Angst –, es ging ewig so, die Hingucker und Zuhörer waren plötzlich Teil des Prozesses, waren an Bord, folgten der armausbreitenden Einladung des verschmitzten Summens, dieser Pop sei für alle offen, ein Selbstverständnis, das hier auch deutlich im Groove lag, in der Ansteckung. Danach fühlten sich alle genau so, fühlten sich als Teil dessen, was da stattgefunden hatte, blieben noch etwas verdutzt in der Spielstätte stehen, fühlten sich vielleicht ertappt, unerwartet so aus sich herausgegangen zu sein. Doch das war keine (quasi-)religiöse Erfahrung, sondern ein eigentliches Pop-Ideal: Was da geschehen war, könnte man Exoterik nennen. Und so lautet – logisch! – auch der Titel des Dreifach-Albums der Türen, jener aufgrund konstanter Wiedergeburt nicht tot zu kriegenden Chamäleon-Band, die seit 2003 damit beschäftigt ist, ihren eigenen Modus zu verformen (und diesem Nicht-Zustand stets treu zu bleiben).

Gemeinsam mit dem Düsseldorfer Elektromusiker Lucas Croon (Stabil Elite, Bar) hat St. Schrank aus analogen Synthesizern und eckig-eleganten Grooves ihren sophisticated Pop zusammengesetzt. Es ist eine Musik der Zwischenräume und Grauzonen, des Unsichtbaren und Ungehörten, die dem naheliegenden Weg durch die Mitte ein Herumstreifen in den Gestaden und auf den Nebenpfaden vorzieht. Synthiesounds, von super-konkreter Klarheit und doch ebenso rauschhaft und dreamy, schleppende Tempi und entrückte Discobeats bereiten die Klanglandschaft, in der Stefanie in Texten voller surrealer und surrealistischer Momente eine sehr persönliche Bestandsaufnahme von Zukunft, Körper, Neoliberalismus, Patriarchat und Depression abgibt.

Mal unterkühlt, mal überbordend bleiben die Songs stets überraschend und eigensinnig, gipfeln mal in den großen Refrain und fallen dann unaufgelöst in eine unwiderstehliche Rätselhaftigkeit. Geeignet für Teenager bis middle-aged music lovers. Nicht geeignet für Arschlöcher.

Das dritte Studioalbum „Urban Dangerous“ des Garagen-Rock Trios Wolf Mountains stößt weitere Türen auf, die in die Welt von zeitlosem Pop führen. Die charakteristischen Eigenschaften wie der rollende Bass oder der 90’s Highschool-Rock Gesang sind zwar noch vorhanden, dafür wird eine Spielwiese aus Soundexperimenten und Skits erschlossen. Das Songwriting wirkt erwachsener, die Riffs frecher, der Spaßfaktor ausgeglichener, sodass die einzelnen Songs um den Faktor „Hit“ verstärkt werden. „Urban Dangerous“ versprüht eine Energie die das Laune Barometer erheblich steigert und ist zudem in allen möglichen Lebenslagen zu genießen. Der R-O-C-K Faktor spielt dabei eine große Rolle ob verpackt im Western-Look, treibendem psychedelic Blues oder mit klassischer Indie Punk Attitüde, die Wolf Mountains verleihen dem Genre den Esprit den er 2019 bitter nötig hat. 420 revisited „Urban Dangerous“ erscheint am 27. September bei Treibender Teppich Records