RHODE & BROWN (Semester Musik / BonMoustache!), CHRIS ZEITLMEIER
(Plattenkonferenz), MARKUS ZEYNER aka LAZAR (Freiraum Kollektiv / Lek & Lazar)

Ganz spontan servieren wir Euch noch einen Festtagsschmaus zu Allerheiligen. Und das ganze auch erst nach dem Tanzverbot! Ab 23:55 öffnen wir die Pforten, damit auch 5 min später gleich das Tanzbein geschwungen werden darf. Unser Herbstgericht haben wir uns auf die Schnelle aus dem Ärmel gezaubert und dabei ist auch diesmal wieder alles andere als ne lauwarme Kürbissuppe entstanden. 
Als würzige und garantiert heiße Vorsuppe wird Plattenkonferenzler CHRIS ZEITLMEIER den ganzen Laden schon mal kräftig einheizen, eh im direkten Anschluss zwei extradicke Kürbissen namens RHODE & BROWN von der "Schnurrbart-Crew" die ROTE SONNE im zweiten Gang weiter zum Brodeln bringen. Als dritten Gang gibt´s wieder einen kleinen aber feinen, harmonischen Abschluss. Birne Helene aka Markus Zeyner aka Lazar rundet den Abend mit einer süßen Note wie gewohnt ab.Wir bitten zu Tisch und wünschen bon appétit...



ULTRASONE (Hot Creations, Supplement Facts, Visionquest/Brüssel), DAVE VEGA (Weekend Berlin, Thoughtless Music/Berlin), LIZA (Female Pressure/Muc)

Hallo, da sind wir wieder! Der Un-Monat November bringt wie jedes Jahr den ersten Winterfrost in unsere Gefilde. Entweder man verkriecht sich auf seine Couch und lässt sich mit November Rain auf Repeat das Hirn berieselt oder man macht sich auf der Tanzfläche der Roten Sonne nützlich. Heute ist schon mal eine gute Gelegenheit, die Kuscheldecke gegen seine rot lackierten Tanzschuhe einzutauschen.

Wir dürfen euch stolz einen Debüt Aufritt ohnegleichen präsentieren, denn zum ersten Mal ist das belgische House-Duo Ultrasone bei uns zu Gast. Vernon Bara und Igor Vicente, die beiden Wahnsinnigen aus dem kleinen Belgien, das vielen nur für seine beleuchteten Autobahnen und gigantischen Grossraves bekannt ist, begannen ihre Musikkarriere mit dem Veranstalten von House-Parties im Fuse und im Silo. Doch auch im Studio fanden die beiden Zeit, ihre Inspiration in Taten umzusetzen. 2011 hatten sie endlich ihren ersten Track fertig, welcher gleich auf Visionquests Spring Summer Compilation einen würdigen Platz fand. Im selben Jahr gab Seth Throxler ihr Demo an Jamie Jones weiter, der schnell die erste Maxi-Single der Beiden auf seinem Label Hot Creations veröffentlichte. 2012 folgte ein Beitrag auf Guy Gerbers Supplement Tracks, welcher zu Recht von vielen Seiten bejubelt wurde. Gut gemacht, Jungs!

Die beiden fabrizieren nicht unbedingt klassischen House oder Deep House, wie man heute marketing-technisch dazu sagt. Viel mehr ist es die hübsche, moderne und harmonischere Schwester von House, was die beiden gekonnt aus ihren Maschinen hervorzaubern. Wir freuen uns auf das Rote Sonne Debüt des Duos! Wer ganz sicher nicht zum ersten oder gar zum letzten Mal bei uns auftaucht ist Graf Dave zu Vega. Dieser junge Mann hat in letzter Zeit so einiges verbrochen, worüber es sich hier zu schreiben lohnt. 2012 konnte er uns mit seinem zweiten Release „Missing Postcard from Venice“ samt wunderbaren Remix von Marc Houle beglücken. Gerüchte besagen, dass unser Dave wieder fleißig sein Musikstudio aufsucht, vermutlich mit Argenis Brito, wenn man den Berliner Gerüchten glauben darf. Wir freuen uns auf das hoffentlich baldige Ergebnis, sowie auf seinen längst überfälligen Rote Sonne Gig.
www.facebook.com/UltrasoneForLife
www.facebook.com/davevegamusic



HUDSON MOHAWKE (Warp/London), POIRIER (Ninja Tune, Mixpak, Man Recordings/Montreal), JAY SCARLETT (Set It Off, Amp Soul Generation, Beat Dimensions/Muc), VJ JOHN ET PAUL (Musik aus Strom, Glitch Happens)

Wenn ein Warp Musiker den Boden des Franz-Josef-Strauss Flughafen betritt is des immer a ganz bsondere Gschicht. Dieses Jahr handelt es sich um ein junges Talent aus Glasgow namens Hudson Mohawke, der zuletzt von The Guardian zu einem der wichtigsten Vertreter des „Sound of Young Scotland“ erkort wurde. Tatsächlich ist es ziemlich schwer, Hudsons Musik mit wenigen Worten zu beschreiben. Es ist Indie, aber doch viel zu elektronisch für diese Schublade. Es ist Dubstep und doch R’n‘B. Es ist Hip-Hop und doch Rave. Wie funktioniert denn das alles überhaupt zusammen?

Diese Frage stellen sich seine Fans schon längst nicht mehr, sondern lassen sich bei seinen Auftritten von dieser wild-cleveren Mischung in die fünfte Dimension befördern. Lange Zeit war nicht einmal der bürgerliche Name von Hudson Mohawke bekannt, geschweige denn gab es Pressefotos. Grund dafür war ein von ihm produziertes Bootleg des Timbaland Projekts „Tweets“, das für beachtliche Furore sorgte. Irgendwann wurde Warp Records auf den jungen Schotten aufmerksam und nahm ihn in einer Nacht und Nebel Aktion unter Vertrag. Sein Album „Butters“ muss sich in keinster Weise hinter großen Warp Namen wie Aphex Twin verstecken.

Aber auch als DJ ist Hudson eine Koryphäe: Bereits mit 15 Jahren qualifiziert er sich als jüngster Teilnehmer aller Zeiten für das UK DMC-Championship Finale. Die gleiche wilde Mischung, die wir von seinen Produktionen kennen, wird uns auch bei seinem ersten DJ-Gig in der Roten Sonne erwarten. Fuck the Styles, he is Scottish! Als wäre Hudson Mohawke alleine nicht schon Grund genug, sich dem Novemberwetter zu stellen, haben sich für diesen Abend noch weitere interessante Kollegen angekündigt. Der Ninja Tune Artist Poirier aus Montreal, der für seinen wilden Mixstyle bekannt ist, wird ebenfalls mit von der Partie dabei sein. Sein Steckenpferd ist immer noch der Bass. Ob in Zusammenhang mit Digital Dancehall, einigen Priesen Dubstep, Booty Electro oder modernsten Hip Hop; das sind die heimischen Gefilde von Poirer, in die wir an diesem Samstag eintauchen dürfen.
www.hudsonmohawke.com
www.facebook.com/hudsonmohawke
www.poiriersound.com



LOPAZZ (Get Physical, Poker Flat), DANIEL BORTZ (Pastamusik, Suol/Augsburg)

Der nächste große Streich unserer Booking-Abteilung erwischt uns messerscharf. Eigentlich war seit Monaten Studio Braun für diesen Donnerstag in Planung, aber wie das Leben so spielt, wurde deren Besuch kurzerhand auf Anfang 2013 verschoben. Innerhalb weniger Tage musste ein würdiger Ersatz gefunden werden. Als dann feststand, dass der große Lopazz, der unvergleichliche Ober-Produzent der letzten 10 Jahre, genau an diesem Tag Zeit und Lust habe, unsere kleine Rote Hütte mit seinem musikalischen Feuerwerk zu bespielen, sind wir beinahe von unseren Stühlen gefallen. Besonders interessant wird es werden, wenn sich Daniel Bortz als Host des Abends in diese Geschichte einklinkt. Was Donnerstage betrifft, kennt sich Daniel bestens bei uns aus; sein Fankreis freut sich immer wieder, wenn er trotz seines engen Tourplans die Münchner Homebase keinen Monat alleine lässt. So lasset eure Macht ertönen, ihr Titanen des Novembers. Ein weiterer Abend reif für die Geschichtsbücher naht!
www.lopazz.com



EVEN DRONES live! (Diamonds and Pearls/Berlin), MORITZ (Diamonds and Pearls, Homopatik/Berlin), JOE SHARP (Diamonds and Pearls /Berlin), ANETTE PARTY (Pastamusik/Muc)

Diamonds and Pearls, oder kurz DnP, ist vielen Musikkennern nicht nur als Vertriebskanal an der Spree bekannt. Die Berliner Jungs bringen sich durch ihre Veröffentlichungen auf dem gleichnamigen Label immer wieder selbst in die Schlagzeilen. Wen wundert’s, bei dem granatenstarken Output! Künstler wie Marcel Dettmann, Dinky, Mathew Styles, Herr Villalobos, Tobias, Efdemin und Luciano durften sich bisher auf der DnP Plattform austoben. Zeit wird’s also für die nächste Diamond and Pearls Nacht in der Roten Sonne, und wir sind gespannt, was die Herren so mitbringen werden.

Even Drones ist nicht nur eines der größten Berliner Geheimtipps dieser Tage. Es ist außerdem ein Label, welches scheinbar eine Zweigstelle etwa 120 Jahre in der Zukunft führt. Denn die Musik von Even Drones nur als die modernste, technoide Sache des Jahres zu bezeichnen wäre eine maßlose Untertreibung. Even Drones ist eher der Soundtrack zu einem Film über das intelligente Maschinenleben auf einem fernen Außenposten unseres Sonnensystems, von Menschen verlassen und doch voller Träume und Ideale der düsteren Roboterbewohner. Vielleicht wurde der Begriff Techno tatsächlich von solchen Zeitreisenden bewusst bei uns gelassen?

Der nächste DnP Kollege ist nicht nur für das Booking der legendären Homopatik Parties zuständig; Moritz betreibt zudem einen der besten Plattenläden Berlins, den Power Park Recordstore. Jedem Vinyl-Fetischisten sei ein Besuch dieses heiligen Ortes wärmstens zu empfehlen. Joe Sharp, einer der Mitbetreiber von Diamonds and Pearls, darf als Mastermind und größter Eintracht Frankfurt Fan der Welt ebenfalls nicht fehlen. Sein Lieblingsverein hat ja diese Saison einen Traumstart hingelegt, und wir drücken ihm die Daumen, dass es weiterhin so bleibt. Unsere Anette Party, mit den Jungs seit Jahren „per Du“ und Initiatorin des Ganzen, freut sich wie ein Schnitzel im Neonrock darauf, die Berliner Combo durch die Nacht zu führen. Jeder kennt jeden und jeder hat Spaß!
www.dnp-music.com



EROBIQUE live! (Hamburg), LE DISCOBOULET (Bunt-Lack, Stay On The Scene/Muc), MACCHINA NERA (Pastamusik/Muc)

Ein neues Format startet am Münchner Discohimmel! Moderndisco ist ein Relikt der Elli Disco und erinnert an eine legendäre Zeit voller Farben und Glitzer. Der Anfang der Reise beginnt in der Roten Sonne, der Weg ist geprägt von einem durch und durch feinfühligen Disco Programm, das sich in alle Sphären erstreckt und dessen Ende noch Lichtjahre entfernt ist. Mit dem kuscheligen Carsten alias Erobique haben wir den passendsten Opener gefunden, den man in unseren Weiten erspähen konnte, denn: erstens ist er studierter Pianist, zweitens hat er die beste Stimme der Welt und drittens ist er Hamburger. Mit dabei Le Discoboulet, einer der größten Vinyl-Liebhaber Münchens, der uns schnell zum Tanzen bringen wird – als Mr. Space-Disco des Abends ist er Spezialist in Sachen Funk, Disco, Space, House und Rap.

Den Ausklang des Abends gestaltet Macchina Nera, der für euch in seinem Plattenjungle extra tief nach Disco/Chicago-Perlen graben wird. Nach einer Kooperation mit Anette Party darf man nun auf die erste Maxi „Loser Beats Winner“ und dem Debutalbum im Frühjahr gespannt sein. Gegenwärtige Disco ist ja viel mehr als die Klänge von Giorgio Moroder und Donna Summer. Die House Einflüsse der letzen Jahre beeinflussten die Geschichte der modernen Discomusik. Todd Terje, Harvey, Moodymann und viele andere brachten Einflüsse aus Musikrichtungen wie Detroit Techno, Chicago House, Balearic etc. mit ein. Nun, kurzum ist der modernere Discosound etwas, das wir mit Moderndisco weiterleben lassen möchten. Mit der Grundlage der 80er bewegt sich diese Reihe zwischen den Einflüssen der elektronischen Neuzeit - Moderndisco eben!
www.facebook.com/pages/Erobique/115845990296



"Denkbilder", so nannte Marcel Duchamp seine Arbeiten mit denen er vor allem der damaligen Avantgarde eins auswischen wollte. Womit wir schon in der aktuellen F.S.K.- Referenzhölle gelandet wären, deren Musik ja auch immer als "Denkmusik" betitelt wird. Finden sich bei Duchamp doch mit Arbeiten wie der Mona Lisa mit Bart oder "Rrose Sélavy" auch genau jene die Geschlechter-Zuordnungen verwirrenden Themen, um die es bei F.S.K. im Grunde immer schon gegangen ist, und bei denen sich diesmal "Unter dem Regenbogen" zu einer Art geheimnisvollem Minimal-Velvet Underground-Funk "im Zaubergarten von Oz" verlaufen wird.

"Der 'Akt'", erklärt Thomas Meinecke, "der im französischen Originaltitel ja 'Nu' heißt und im Englischen auch mit 'Nude' übersetzt wird, ist gleichsam ein politischer Akt. Ein 'Act Up!' bei dem die Stiefel, die auf dem Cover ihres aktuellen Albums zu sehen sind, auch schon mal zutreten können". "Wir sagen ja: Akt, eine Treppe hinabsteigend. Bei uns geht es ja um den Akt, die Handlung, die am Fuße der Treppe ausgeführt wird", ergänzt Michaela Melián. "Genauer gesagt, geht es um Beate Klarsfeld, die nach vorn geht und dem Kanzler eine Ohrfeige gibt und nicht um den Blick hinauf zu der nackten Frau, die zu einem herabsteigt."

Duchamps "Idee einer Bewegung", die den Kubismus vor allem um Elemente des noch jungen Mediums Film erweitert, spinnen F.S.K. mit ihrem aktuellen Akt, als Idee einer Musik, die "kubistisch klingt", weiter, ohne jedoch dabei kubistische Musik im engeren Sinn zu machen. Immerhin empfanden schon die Kubisten Duchamps "Akt" als "ein wenig daneben". Viel eher kommen die kubistischen Gitarren (etwa jene von George Braque oder Juan Gris) deshalb ins Spiel, weil F.S.K. diesmal als Versuchsanordnung ihr altes Rockinstrumentarium wieder hervorgekramt haben. Soll heißen: Justin Hoffmann hat die E-Gitarre wieder ausgepackt und lässt seinen die letzten Alben markant gestaltenden DX7-Synthesizer etwas in den Hintergrund treten, Thomas Meinecke und Wilfried Petzi lassen ihre Gitarren heftig rückkoppeln. Nur, was tun damit?

F.S.K. drehen hier gleichsam ihren eigenen Spieß um: Statt Techno- oder Disco-Tracks in das Format Band zu übersetzen, überprüfen sie nun das Format Rocksong auf seine Tracktauglichkeit hin. Das bedeutet zuerst einmal das Ausmisten von Breaks und Refrains (auch wenn sich einige Melodien beim gelegentlich sehr extravaganten Verbiegen der Songtexte als Quasi-Refrains maskieren), sowie die Reduktion auf maximal ein Riff oder manchmal nur einen Akkord. Am besten gleich mit drei Gitarren inklusive nervös herumeiernden, entfernt von den Frippertronics ausgeliehenen Nörgelsounds.

Nicht zu vergessen Carl Oesterhelts stoisch getrommelter und von Michaela Meliáns Dub-Bass elegant umkreister Beat- Kubismus zwischen Jaki Liebezeit und Moe Tucker. Dabei ist zudem nicht immer klar, was wir da gerade hören. Nachdem Wilfried Petzi schon mal bewiesen hat, dass eine Mandoline auch wie eine House-Hi-Hat klingen kann, treten die Gitarren diesmal quasi "in drag" auf und geben sich als Synthesizer aus oder legen das Sun Ra-Diktum, nach dem jedes Instrument immer auch ein Perkussions-Instrument ist, beim synkretistischen Humb-Ta-Polka als Dubstep-Samba-Verwirrspiel "Logisch" auf ihre Art und Weise aus.
F.S.K. bringen dabei auch noch Duchamps "Idee einer Bewegung" ins Spiel, mit der das vermeintliche auf der Stelle treten im Loop ja auch als etwas ganz anderes gesehen werden kann: Als Kreisen, Flanieren und Tanzen in der Schlaufe, der Schleife, dem Loop, dem Regelkreis.

Oder wie es Thomas Meinecke anmerkt: "Musik von Verrückten. Eckig, kantig, humpelnd, rumpelnd, holpernd." Didi Neidhart
www.buback.de/fsk.php
www.diskob.com/artists/fsk/modeundverzweifelung.html

 

BASTI GRUB live! (Desolat, Höhenregler/Mannheim), MARKUS ZEYNER aka LAZAR (Freiraum Kollektiv/Muc), TOM WEGERT (Electronic Heating, Zaubermilch Rec./Muc)

"BASTI", sprach die Frau Mama,
"ich geh aus und du bleibst da.
Sei hübsch ordentlich und fromm,
bis nach Haus ich wieder komm.
Und vor allem, BASTI, hör,
spiele nicht die Musik mehr!
Denn die Wilden aus der SONNE 
kommen sonst geschwind mit Wonne.
Und das Parkett zertanzen sie,
bis hinauf zur Galerie."
Fort geht die Mutter und:
Wupp, die Musik läuft, schon geht es rund.
Bauz, da geht die Türe auf,
und herein in schnellem Lauf
springt die Meute in die Stub
zu dem Musikanten GRUB.
Weh, jetzt geht es klipp und klapp,
ja da geht der BASTI ab.
Mit viel Groove und Live spielt er.
Hei, da schrein die wilden sehr!
Als die Mutter kommt nach Haus,
sieht der BASTI glücklich aus.
Denn die wilden feierten mit Wonne,
als gäbs kein Morgen in der ROTEN SONNE.
www.bastigrub.com  / www.freiraum-kollektiv.de 



SCHLACHTHOFBRONX (Disko B, Mad Decent/Muc), FLOSSTRADAMUS (Fool´s Gold, Mad Decent/Chicago), TAMING THE WHITE RHINO (Hypie Hypie/Muc), VJ KAUNDOWN (Rumpeln/Muc)

Die Europa-Gigs von Flosstradamus waren bisher ungefähr so selten wie die Tage, an denen ihr Chicagoer Buddy Barack Obama faul in der Hängematte liegt. In den USA sind die beiden Produzenten und DJs dagegen bereits bei allen wichtigen Festivals von Coachella über South-by-Southwest bis Lollapalooza aufgetreten. Umso euphorischer begrüßt das Hypie Hypie-Team die Tatsache, dass Josh Young alias J2K und Curt Cameruci alias Autobot den Flug über den Atlantik antreten.

Flosstradamus kommen aus der derselben Erfolgs-Clique wie The Cool Kids oder A-Trak und veröffentlichen auch auf dessen Label Fool's Gold. Nachdem sie jahrelang vor allem als Remixer tätig waren, erschienen dieses Jahr immerhin schon zwei EPs. Unübertroffen bleibt aber ihr Mash-Up von Twistas „Overnight Celebrity“ und „Starálfur“ von Sigur Rós. Auf die Idee, Hochgeschwindigkeits-Rap mit schwelgerischem Island-Pathos zu verquicken, kann schließlich eigentlich niemand kommen. Für diese Clubnacht prophezeien wir nicht nur dank Flosstradamus das Gegenteil von Apokalypse. Schließlich haben auch Schlachthofbronx die Festivalsaison dazu genutzt, die „Dirty Dancing“-Tauglichkeit ihres Sets noch ein bisschen weiter zu perfektionieren.
www.schlachthofbronx.com / www.flosstradamus.com



Humor hatte noch nie so viel Bass. Sie nennen es DubRock. Die Kings Of DubRock sind eine Maschine für Assoziationen. Die wiederkehrenden Phrasen, die krude Lyrik des Jacques Palminger fügt sich zu immer neuen Kombinationen, Rica Blunck hat fünf Sprachen aufgeschnappt und Viktor Marek lässt seine Maschinen rattern. Und die Musik ist nicht minder assoziativ, kein braver Teppich der Worte.
www.facebook.com/pages/Jacques-Palminger/107573632650218
www.clubzwei.de

 

MAGDA (Items & Things/Berlin), SONJA MOONEAR (Ruta5/Genf), DOMENIC D`AGNELLI (Friendly Feier/Muc), TONIO BARRIENTOS (Friendly Feier/Muc)

Wer House hört, sich mit Techno beschäftigt, tanzend die Clubs und Festivals dieser Welt erkundet, wer sich regelmäßig mit neuen Platten versorgt oder sich einfach nur für die vielen Facetten der elektronischen Musik interessiert, der dürfte bei einer dieser Gelegenheiten die Bekanntschaft mit den musikalischen Finessen einer ganz besonderen Künstlerin gemacht haben: Magda. Die "Queen of Minimal" verließ letztes Jahr ihre langjährige Wirkungsstätte M_nus und kehrte somit auch ihrem Mentor Richie Hawtin den Rücken, um zusammen mit Marc Houle und Troy Pierce ihr eigenes Label Items & Things zu gründen. Magdas musikalischer Stil wurde durch vieles beeinflusst: Zum Beispiel durch ihre Heimatstadt Detroit; oder die düstere, surreale Kunst ihrer Mutter. Beide Einflüsse kommen sehr gut in ihren DJ-Sets und Produktionen zum Ausdruck. Seit über 15 Jahren bespielt Magda nun unaufhörlich die besten Clubs und größten Festivals weltweit, sie war außerdem fester Bestandteil der Plastikman und Contakt Welttourneen und ist Resident DJ der ENTER. Events. Verstärkung bekommt Magda von der Schweizerin Sonja Moonear von Ruta5. Sonja spielt regelmäßig an der Seite von Ricardo Villalobos und ist gern gesehener Gast in der Panorama Bar und auf diversen Events aus dem Perlon Umfeld.
www.facebook.com/unmagda / www.soundcloud.com/moonear



PUPKULIES & REBECCA live!, (Normoton, Rotary Cocktail Recordings/Berlin), COSMIC DJ (Cosmic DJ/Hamburg), ACID PAULI (Clown & Sunset, Crosstown Rebels/Berlin), HOMETRAINER (Smaul/Peißenberg), VJ TPS NOSTROMO (Volxvergnügen/Muc)

Liebe Leute, neulich hatte ich von einer Party in Amsterdam berichtet. Während ich auf dieser Party spielte, hat sich eine junge Dame an einem der Holzbalken neben dem DJ Platz ganz böse den Kopf angeschlagen. Schnell kam jemand zur Hilfe und da ich mit Auflegen beschäftigt war, verlor ich die ganze Szene wieder aus den Augen. Als ich mir nach meinem Set eilends den Weg zu einem anderen Floor bahnte, um noch die letzten Takte des Pupkulies & Rebecca Konzerts mitzuerleben; dort angekommen, erzählte man mir, das Konzert habe noch gar nicht angefangen, da Rebecca sich kurz vorher den Kopf angeschlagen hatte. Ein paar Synapsenschaltungen später war mir dann natürlich klar, wo genau das passiert ist mit dem Kopf. Ihrer Stimme und dem Set hat das jedenfalls keinen Abbruch getan und so bin ich mir sicher, dass auch das heutige Konzert super wird, die Kopfschmerzen werden dann frühestens morgen einsetzen. Denn abgesehen von der Pupkulies & Rebeccas Premiere in der Roten Sonne feiern wir auch noch eine kleine Plattentaufe: "Get Lost V, mixed by Acid Pauli" wird in diesen Tagen auf Crosstown Rebels erscheinen. Und somit wisst Ihr auch, was ich letzten Sommer getan habe. Bis dann, Eurer Paulchen.
www.pupkulies-rebecca.de / www.acidpauli.de



Style Rockets, Kiddaz.Fm Booking/Berlin

Drauf & Dran. Als Kind der zweiten Technogeneration saugte der funky Berliner in den letzten Jahrzehnten so ziemlich alles auf, was nur im Geringsten nach elektronischer Musik roch. Eine solidere Wissensbasis als Grundstein für seinen späteren Werdegang als DJ gibt es kaum. Drauf & Dran ist eben in allererster Linie als DJ zu sehen, seine Sets strotzen nur so vor Tanzmusik; Tanzmusik hier sogar nochmal explizit unterstrichen. Es gibt fast niemanden mehr, der nicht schon mal seinen Namen im weiten, weiten Netz las. Aber auch an der Produzentenfront war der Berliner öfter zu sehen; den gemeinsamen Studiobesuchen mit Umami, Alle Farben, Holgi Star, Roter & Lewis, Daniel Boon und anderen Kollegas, folgten sehr zeitnah beeindruckende Veröffentlichungen auf diversen Labels der Bundeshauptstadt. Zurzeit befindet sich der Dauerbrenner auf einer Endlostour quer durch Europa. Zeit wird’s für seinen ersten Rote Sonne Gig. Wir freuen uns sehr, halten unsere Ohren offen und unsere Tanzfüße bereit. It’s Partytime!
www.facebook.com/pages/Drauf-und-Dran/256854118157



GEORGE FITZGERALD (Aus Music, Hotflush, ManMakeMusic/London), DARIO ZENKER (Ilian Tape, Harry Klein/Muc), PHILIPP VON BERGMANN (Vorsicht Glas!, Ilian Tape/Muc), VJ JEDES MAL KINO (Visual Drugstore/Muc)

Das erste Advent Wochenende beginnt extrem dynamisch. Grund hierfür ist ein junger Mann aus London, dessen Namensvetter ein in aller Welt bekannter Physiker war, der ausgerechnet auf dem Gebiet der Elektrodynamik große Erfolge feierte. Die Rede ist von George Fitzgerald, der als der epische George schon so manchen Zuhörer in Euphorie versetzte. Gerade im Bereich Dubstep und UK-Garage wurde dieser Mann zu einer beachtlichen Größe. Seine bisherigen Veröffentlichungen auf Hotflush Recordings sind der beste Beweis hierfür. In letzter Zeit häufen sich aber die Meldungen, dass so einige Stars der Dubstep Szene inzwischen großen Fußes andere Wege beschreiten. So auch der liebe George. Seine „Child EP“ auf Aus Musik scheint das House Genre neu entdeckt haben. Und das mit einer einzigartigen Frische, die selbst uns wieder zu den glücklichsten Kindern der Welt macht. Zeit wird’s dass der junge Mann endlich mit seinem DJ-Debüt bei uns die Adventszeit einläutet. Unser eindrucksvoller Resident Philippo da Minatore (deutsch für: von Bergmann) gehört ebenfalls zu dieser seltenen Musikantenzunft, die wie mit Zauberkräften unsere Beine für Stunden unter Kontrolle halten können, worüber bis heute aber jeder froh war. Leise rieselt der Schnee (hoffentlich) und brodelt das Feuer am Maximiliansplatz (ganz bestimmt sogar).
www.facebook.com/pages/George-FitzGerald/147559428611661



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rote sonne
Maximiliansplatz 5
80333 München

t: 55 26 33 30 club
m: booking@rote-sonne.com